Sonntag, 2. November 2014

Wie fotografiere ich meine Lacke? ...ein kleines Tutorial

Nach dem letzten Post wurde ich gefragt, wie ich denn meine Lacke fotografiere... Gute Frage! :D Ich lese ja solche Tutorials auch ganz gerne und finde sie meist ganz hilfreich. Daher bekommt ihr heute also zu sehen, wie ich meine Schätzchen ablichte.

Sinnvoll finde ich immer folgende Dinge:
1. Licht, Licht und nochmal Licht!
       Am besten eignet sich meiner Meinung nach natürliches Licht, aber auch eine
       Tageslichtlampe sollte ausreichen (ca. 20–60€). Manchmal ist es ja doch mitten
       in der Nacht oder ein verregneter Tag und das soll uns ja nicht abhalten. So eine
       Lampe habe ich zwar selber nicht, dafür aber einen entsprechenden Blitz (der
       mit ca. 300€ um einiges teurer ist, daher empfehle ich eher die Lampe).
2. Sucht einen guten Winkel zum Objekt. Manchmal ist es spannend einen Lack
       von oben zu fotografieren – gerade die essies eignen sich dafür, da sie den Namen
       oben aufgedruckt haben. Ansonsten schaut, dass ihr auf einer Augenhöhe mit
       dem zu fotografierenden Lack seid.
3. Ihr braucht einen schönen (neutralen) Hintergrund. Der muss nicht farbig oder
       gemustert sein. Hier reicht ein großes, weißes Blatt vollkommen aus und lenkt
       auch den Blick am Ende nicht ab von eurem schönen Schätzchen. Ich nutze immer
       ein weißes A2-Papier – das hat bisher immer ausgereicht. Falls euch was mit
       Muster lieber ist, denkt daran, dass weniger meist mehr ist und schlicht hier
       ganz viel ausmacht :)

Das ganze Ensemble sieht dann bei mir so oder zumindest sehr, sehr ähnlich aus:
Ein Foto aus Augenhöhe mit den Lacken sieht dann ungefähr so aus:
Da ich das aber mit der direkten Sonne noch etwas zu kontrastreich finde und mir die Schatten nicht so gefallen, stelle ich gern mal einen Diffuser ans Fenster... Sowas bekommt ihr bereits für knapp 20€.
Sehr ihr den Unterschied auf dem Papier und bei den Lacken?
Die vier Fotos habe ich jetzt mit meiner Spiegelreflex gemacht. Aber man kann im Prinzip auch sehr gut mit einem Smartphone fotografieren. Ich hab's mal versucht...
Ohne Diffuser:
Und mit Diffuser:
Hier sieht man die Unterschiede sogar noch extremer :)

Wer richtig viel Zeit und Lust hat, kann sich auch eine LightBox basteln. Aber dafür bräuchte man dann auch noch zwei Lampen, statt einer usw. *hust* ich hab ja meinen Blitz.

Hilft euch das ein bisschen weiter? Habt ihr noch Fragen oder zusätzliche Hinweise? Wie fotografiert ihr eure Lacke so?


Eure


Kommentare:

  1. Ich finde sowas ja immer sehr spannend, da ich von Fotografie leider so gar keine Ahnung habe und natürlich trotzdem gute Bilder machen möchte. Momentan ist bei mir alles eher improvisiert und ich bin sehr auf Tageslicht angewiesen, will mir aber unbedingt eine Lightbox mit Lampen bei Amazon bestellen!

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    1. Tageslicht eignet sich eigentlich auch am besten zum Fotografieren und sieht am Ende auch besser aus :) Wieviel kostet denn so eine Lightbox? Hab bisher immer nur nach Tutorials geschaut und nie im Verkauf...

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  2. So ungefähr mache ich das auch, aber nur im Winter, wenn ich es aufgrund meiner Arbeitszeiten nicht schaffe, bei Tageslicht zu fotografieren.^^

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  3. Oh doch, find ich echt klasse.

    Ich will mir ja unbedingt mal so eine Box bestellen. Mal sehen, evtl vom Weihnachtsgeld.
    Ich möchte das nämlich gern für meine Makros nutzen :)

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    1. Dankeschön :)
      Ja, diese Boxen sind durchaus sehr praktisch. Aber auch recht unhandlich. Papier und Diffuser lassen sich wenigstens abbauen. Oder gibt es da so Falt-Boxen? :)

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  4. Oh wie spannend =)
    Ich finde das ja immer sehr interessant, man bekommt ja so selten mit, wie andere das machen - man sieht ja nur das Endergebnis :D

    Ich glaube, ich brauche unbedingt so einen Diffuser, du glaubst gar nicht, was ich schon mit Blättern und Armen um die Lacke herumgetanzt bin, damit es nicht ganz so arg reflektiert ^^

    Der Liebste hat mir letztes Jahr zu Weihnachten ein riiiiesiges Zelt geschenkt, das etwas unhandlich ist - und vor meinem Umzug hatte ich auch noch eine meiner Lampen zerdeppert, mir fällt gerad auf, ich sollte vor dem absoluten Wintereinbruch vielleicht etwas tätig werden... ^^

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    1. Jetzt habe ich so viel Geblubbert, dass ich ganz vergessen habe:
      Ein tolles Tutorial =)

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    2. Ja, den Prozess bekommt man wirklich viel zu selten mal zu sehen^^

      Haha, früher habe ich mir auch immer tausend Dinge einfallen lassen um das Licht zu optimieren. Aus Papier kann man ganz leicht einen Diffuser für den Kamera-Blitz bauen...damit hab ich mich früher rumgeschlagen. Übrigens hab ich so ein Teil hier:
      http://www.enjoyyourcamera.com/Studiozubehoer/Faltreflektoren-Diffusoren/Falt-Reflektor-Quenox-5-in-1-rund-110-cm-Diffusor::4389.html
      Sehr praktisch!

      Ein Zelt?! o.O Krass... Tjaja, eine Tageslichtlampe brauch ich eigentlich auch noch. Oder doch lieber ein Makro-Objektiv?! Ach eigentlich beides :D

      Und danke für das Kompliment! ^_^

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  5. vielen dank für das tutorial, es war sehr hilfreich ;-) ich versuche ja immernoch meine fotoqualität zu steigern, aber es will einfach nicht so richtig klappen ;-(

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